SOKI – Was ist das?

SOKI? Das Rätsel wird gelöst.

Wir 18 engagierten, interessierten und motivierten Pädagoginnen haben uns vor zwei Jahren dazu entschlossen, uns weiterzubilden und die Ausbildung zur Sonderkindergartenpädagogin zu starten. Mittlerweile sind wir im vierten von fünf Semestern und haben unseren Blick auf die pädagogische Arbeit, unser Menschenbild, unsere Haltung sowie unser Wissen enorm erweitert und verändert. Die Ausbildung ist sehr umfassend und beinhaltet viele Themengebiete. Inklusion wird sehr vielschichtig betrachtet und bearbeitet. Zentral geht es um die die Frage, wie das individuelle Kind in seiner soziokulturellen Umwelt, mit all seinen Erfahrungen und Entwicklungsthemen bestmöglich begleitet werden kann. Dahinter steht ein Menschenbild, das nicht die Schwächen und Defizite fokussiert, sondern den Blick erweitert und eine ganzheitliche Sicht einnimmt.

Der starke Praxisbezug macht die Ausbildung lebendig und ermöglicht es, von Anfang an das neue Wissen in seiner eigenen Arbeit umzusetzen und Erfahrungen zu sammeln, die in weiterer Folge wieder im Unterricht aufgegriffen und reflektiert werden können. Durch die geblockten Einheiten bekommt die Ausbildung einen Seminarcharakter und lässt viel Raum für Themen, die uns beschäftigen und interessieren. Wöchentlich eine Gruppe Pädagoginnen zu treffen und diese Fachgruppe für den Austausch zu nutzen, ist eine Chance beruflich und persönlich zu wachsen. Als großes Qualitätsmerkmal sehen wir, dass die vortragenden Lehrpersonen selbst praktisch in ihrem Bereich tätig sind und ihr Fachwissen dadurch sehr praxisnah mit uns teilen können. Weiters besuchen wir häufig unterschiedliche Institutionen, um einen noch besseren und direkteren Einblick zu bekommen.

Pro Semester ist ein Praktikum im Ausmaß von 60 bis 90 Stunden zu absolvieren. Diese Praxiszeiten sehen wir als eine wertvolle Lernerfahrung, die es ermöglicht, das breite Spektrum des Arbeitsfeldes einer Sonderkindergartenpädagogin kennen zu lernen. Es ist jedoch eine Herausforderung, diese Praxiszeiten mit seiner beruflichen Tätigkeit zu koordinieren.

Insgesamt kann gesagt werden, dass die Ausbildung sehr zeitintensiv ist und viel Durchhaltevermögen voraussetzt. Wenn die Bereitschaft dafür vorhanden ist sowie eine Offenheit, sich auf eine persönliche Entwicklung und die intensive Auseinandersetzung mit inklusionspädagogischen Themen gegeben ist, können wir den Lehrgang sehr empfehlen.

Anna Neyer